Mindestlohn nutzt allen

30.7.2013

Weniger Ausgaben, mehr Steuern: Ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro könnte den öffentlichen Kassen bis zu 3,5 Milliarden bringen. Das ergab eine Studie des Instituts für Berufs- und Arbeitsmarktforschung (IAB). Die Zahlen des IAB sind ein weiterer Beleg dafür, endlich den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. 3,5 Milliarden Euro würde der gesetzliche Mindestlohn den öffentlichen Kassen bringen, weil sich mit dem Mindestlohn auch die Zahl der sogenannten Aufstocker verring

 

ern würde. Der Steuerzahler müsse demnach nicht mehr für Dumpinglöhne aufkommen. Unternehmer, die faire Löhne zahlen, könnten durch den Mindestlohn vor Dumping-Konkurrenz geschützt werden.

 

Millionen-  und Milliardenplus bei Einkommenssteuer und Sozialversicherung

 

Der Effekt auf der Einnahmeseite sei sogar noch größer, so das Nürnberger Forschungsinstitut. Bei der Einkommenssteuer dürfte es ein Plus von 800 Millionen Euro geben. Darüber hinaus würden knapp 1,7 Milliarden Euro zusätzlich in die Sozialversicherung fließen. 

 

Laut der Studie würden mehr als neun Millionen Beschäftigte unmittelbar von dem Mindestlohn profitieren. Zudem widersprach das Institut dem aktuellen Gutachten der Bundesregierung, welches zu dem Schluss kam, ein Mindestlohn von 8,50 Euro werde Jobs kosten. 

 

SPD: Mindestlohn ab Februar 2014

 

Sieben Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für weniger als 8,50 Euro die Stunde. Die SPD will Arbeit, die gerecht entlohnt wird. „Das hat etwas mit der Würde des Menschen und der Arbeit zu tun. Wer voll arbeitet, muss auch von seinem Lohn leben können. Deshalb wollen wir zum 1. Februar 2014 den gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohn einführen.
Dass sich auch die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Einführung eines Mindestlohns ausspricht, zeigt eine aktuelle Umfrage der IG Metall. Eine große Mehrheit der über 500.000 Befragten plädiert für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro – 86 Prozent sprachen sich dafür aus.

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