Situation der Hebammen verbessern


Zu den Beratungen im Bundesrat über Hilfen für Hebammen erklärt der heimische Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack:

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Arbeit vor allem freiberuflicher Hebammen unverzichtbar ist. Deshalb muss schnell und unbürokratisch sichergestellt werden, dass sie ihren Beruf weiter ausüben können. Dafür setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion, in Gesprächen mit den zuständigen Ministerien und Verbänden, ein.

Viele freiberufliche Hebammen können sich steigende Berufshaftpflichtprämien nicht mehr leisten und entscheiden sich zunehmend gegen die Ausübung der Geburtshilfe. Es gilt die flächendeckende Versorgung im Bereich der Geburtshilfe sicherzustellen und damit die Wahlfreiheit des Geburtsortes zu garantieren.

Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, damit das Haftungsrisiko im ärztlichen und nicht-ärztlichen Gesundheitsbereich von mehreren Schultern getragen wird. Aus finanziellen Gründen geben viele Hebammen auf. Geburtshäuser und Geburtsstationen in einzelnen Krankenhäusern schließen. Die schwangeren Frauen verlieren damit ihr Recht auf freie Selbstbestimmung des Geburtsortes. Zudem müssen sie vor allem in ländlichen Regionen oft viele Kilometer zurücklegen, um zum nächsten Krankenhaus mit Geburtsstation zu gelangen.

Seit mehreren Jahren sind die Prämien der Berufshaftpflichtversicherungen enorm gestiegen. Die nächste Steigerung auf dann 5091 Euro ist für 2014 bereits angekündigt. Eine Versicherung hat jetzt angekündigt, zum 1. Juli 2015 aus dem Versicherungskonsortium für Hebammen auszusteigen. Mit ihren Honoraren können Hebammen diese Summe nicht mehr tragen. Damit verschärft sich die Situation der Versorgung von Frauen durch freiberufliche Hebammen bei der Geburt.

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