Ein großer Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit ist getan

7.10.2016

Endlich ist der Durchbruch geschafft. Das von der SPD und unserer Bundesministerin Manuela Schwesig geforderte Lohngerechtigkeitsgesetz wird kommen. Darauf hat sich der Koalitionsausschuss am 6.10.2016 verständigt. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung gerechte Bezahlung von Frauen.

 

Nach intensiven Verhandlungen ist es endlich gelungen, die Blockadehaltung der Union aufzubrechen und die Eckpunkte für ein Lohngerechtigkeitsgesetz festzulegen. Es war höchste Zeit, dass die Koalition auch gesetzgeberisch gegen Lohndiskriminierung vorgeht. Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Selbst wenn man strukturelle Nachteile, wie z.B. Teilzeitarbeit, Mutterschutz etc. abzieht, bleiben sieben Prozent Lohndiskriminierung übrig.

 

In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten soll daher ein individueller Auskunftsanspruch eingeführt werden - 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden davon profitieren. Zudem müssen viele Betriebe in Zukunft Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in regelmäßigen Lageberichten dokumentieren. Große Unternehmen werden gesetzlich dazu verpflichtet, ein Prüfverfahren zur Lohngleichheit vorzunehmen.

 

Zahlreiche Frauen in kleinen und mittleren Betrieben werden davon jetzt noch nicht profitieren. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass von dem Gesetz eine starke Signalwirkung auch an kleine und mittlere Unternehmen ausgehen wird.

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