Keine Abschiebungen nach Afghanistan

17.2.2017

Meiner Ansicht nach sind Abschiebungen nach Afghanistan aufgrund der extrem gefährlichen Lage nicht hinnehmbar. Konkret gibt es dazu einen aktuellen Fall in Herdecke:

 

Es ist unerträglich, dass der Asylantrag der afghanischen Familie Sharifi abgelehnt wurde und ihr nun die Abschiebung droht. Dass der Familie auch vier Kinder zwischen fünf und zehn Jahren angehören, macht die Sache noch schlimmer. Ich hoffe, dass das Gericht im Sinne der Familie Sharifi entscheidet und auch in anderen Fällen für die afghanischen Geflüchteten entschieden wird. Ich bin überzeugt, dass sehr viele Mitbürgerinnnen und Mitbürger derselben Meinung sind. Ich finde es toll, wie sich die Schulklasse mit Briefen hinter ihre afghanische Klassenkameradin stellt. Und ich finde es ebenso bemerkenswert, wie viele Bürger, auch in Herdecke, sich noch immer für Geflüchtete und für die Familie Sharifi engagieren.

 

Natürlich können nicht alle Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, bleiben. Das Asylrecht hat Grenzen. Afghanistan ist aber mit anderen Ländern nicht zu vergleichen. Ich halte es für unsicher. Dort herrscht Krieg und es ist extrem gefährlich. Es kann nicht sein, dass wir mehr Soldaten in das Land schicken und gleichzeitig Menschen dorthin ausweisen. So sehen es auch die Mehrheit der SPD-Bundestagsfraktion und viele SPD-geführte Bundesländer. Nur die CDU und CSU im Bund und in den Ländern sowie das CDU-geführte Bundesinnenministerium sind da leider anderer Meinung. Es war darum ein gutes Zeichen einiger rot-grün geführter Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen, Abschiebungen nach Afghanistan bis aufs Weitere auszusetzen. Ich würde mir diese Haltung auch von anderen Bundesländern wünschen, auch von Nordrhein-Westfalen.

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