Zu Besuch in der Johannisgemeinde in Witten

10.5.2017

Vor einiger Zeit hatte mich die Johannisgemeinde in Witten zum „Begegnungstreff für alte und neue Wittener Bürger“ eingeladen. Ich habe gerne zugesagt. Nun war es soweit: Ich war im Johanniszentrum zu Besuch und hatte dort viele spannende Begegnungen. Bei Kaffee und Kuchen durfte ich einige geflüchtete Menschen und ihre lebensfrohe Art kennenlernen. Es hat Spaß gemacht!

Allerdings hatte das Treffen auch einen durchaus ernsten Anlass: Die Johannisgemeinde hatte mich darum gebeten, Fragen von Geflüchteten zum Thema Flüchtlingspolitik zu beantworten. Viele haben von persönlichen Schicksalen berichtet, darunter zum Beispiel auch eine Frau, deren krankes Kind nicht nach Deutschland zur Mutter darf. Leider konnte ich nicht jedem eine befriedigende Antwort auf seine Frage geben. Einigen werde ich in den nächsten Tagen und Wochen noch eine Antwort nachliefern. Doch auch diese wird nicht jeden zufriedenstellen können.

 

Vieles ist auch für mich unverständlich. Aus meiner Sicht sollte etwa der Familiennachzug für Geflüchtete aus Syrien schon vor dem Auslaufen der Übergangsfrist im Jahr 2018 erlaubt werden. Die Integration von Menschen gelingt am besten, wenn sie ihre Lieben in Sicherheit und in ihrer Nähe wissen. 


Eine Frau aus Afghanistan äußerte auch ihr Unverständnis darüber, dass Menschen in ihre Heimat überhaupt wieder abgeschoben werden. Leider konnte ich nicht mehr tun, als ihr Recht zu geben: Dort herrscht Krieg und aus meiner Sicht ist Afghanistan flächendeckend ein lebensgefährliches Land. Ich werde mich deshalb weiter dafür einsetzen, dass nach Afghanistan künftig nicht mehr abgeschoben wird. 

 

 

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