Wir machen den Pflegeberuf attraktiver!

Es ist fünf nach zwölf in der Pflege: Die Zahl der Pflegebedürftigen im Ennepe-Ruhr-Kreis steigt bis 2030 deutlich auf rund 13 000 an, etwa zwei Drittel mehr Personal werden benötigt. Mit der Verabschiedung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung in der Pflege haben wir nun einen wichtigen Schritt gemacht, damit Pflegeberufe deutlich attraktiver werden und wir mehr Frauen und Männer für die Arbeit mit Kranken und Alten gewinnen können.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Deutsche Bundestag die Pflegeausbildung neu geordnet: In den ersten beiden Jahren gibt es ab 1. Januar 2020 eine allgemeine Pflegeausbildung, im dritten Jahr kann man sich spezialisieren. Durch die nun verabschiedete „Ausbildungs- und Prüfungsverordnung“ wird die Umsetzung durch die Schulträger und Ausbildungsbetriebe vor Ort geregelt.

Mit der Ausbildungsreform wollen wir nicht nur mehr Pflegefachkräfte gewinnen, sondern auch die ungerechten Gehaltsunterschiede zwischen Alten- und Krankenpflege ausgleichen. Außerdem wird endlich bundesweit das Schulgeld abgeschafft. Der Pflegeberuf wird insgesamt deutlich aufgewertet, attraktiver und besser auf künftige Herausforderungen ausgerichtet.

Bis zum Start der neuen Ausbildung im Jahr 2020 müssen die Länder die Vorgaben der Verordnung noch in ihr Schul- und Hochschulrecht übernehmen. Es wäre wichtig, wenn Ausbildungsträger und Pflegeschulen sich bereits jetzt auf die neue Ausbildung einstellen. Für den Abschluss der notwendigen Kooperationsverträge vor Ort und organisatorische Änderungen sind im Gesetz Unterstützungsangebote vorgesehen.

Zur Überwindung des Fachkräftemangels müssen Politik und alle Akteure in der Pflege an einem Strang ziehen.

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