Diesel-Konzept: Kommunen, Geschäftsleute und Autobesitzer im Ennepe-Ruhr-Kreis profitieren

8.10.2018

 

 

 

Die Bundesregierung hat sich auf ein Konzept für saubere Luft geeinigt. Fahrverbote aufgrund zu schlechter Luft sollen vermieden werden. Das betrifft auch direkt Kommunen, Geschäftsleute und private Autobesitzer im Ennepe-Ruhr-Kreis.

 

Den Plänen der Bundesregierung zufolge können Autobesitzer entweder ihr Diesel-Fahrzeug umtauschen (Euro 4 und 5) oder es mit einer Hardware nachrüsten lassen (Euro 5) - auch die Diesel-Besitzer im EN-Kreis. Durch die Hardware-Nachrüstungen kann der Schadstoffausstoß deutlich stärker verringert werden als mit reinen Softwareupdates. Wichtig ist, dass die Umrüstung nun auch die Automobilkonzerne zahlen müssen, nicht die Autobesitzer.

 

Paket 1: Umtausch oder Nachrüstung

 

Die beiden Möglichkeiten im Einzelnen:

Möglichkeit 1: Besitzer von Euro 4 und 5 Diesel-Pkw sollen ihr Fahrzeug gegen ein neues oder (saubereres) gebrauchtes

 

umtauschen können. Hierfür soll es Umstiegsprämien und Rabatte geben.

 

Möglichkeit 2: Euro 5-Diesel-Besitzer können ihr Auto mit einer Hardware umrüsten lassen, wenn so der Stickoxid-Wert auf weniger als 270 Milligramm pro Kilometer gesenkt wird. Die Bundesregierung will nun darüber verhandeln, dass die Automobilhersteller die Kosten dafür übernehmen.

 

Diesel-Besitzer im EN-Kreis müssen profitieren

 

Nach den Plänen der Bundesregierung können alle Besitzer diese zwei Möglichkeiten in Anspruch nehmen, die in besonders belasteten Städten mit Werten über 50 Mikrogramm Stickoxid leben, also etwa Bochum. Hinzu kommen diejenigen, die aus beruflichen Gründen in diese Städte pendeln müssen, die als Selbstständige ihren Firmensitz dort haben sowie Bewohner angrenzender Landkreise. Nach meinem Verständnis müssen also auch Diesel-Besitzer im EN-Kreis von den Angeboten profitieren.

 

Paket 2: Förderung zur Umrüstung kommunaler Fahrzeuge

 

Zweites Paket:

In einem zweiten Paket werden weitere, nicht ganz so stark wie Bochum belastete Städte unterstützt. In Witten lag der Stickoxid-Jahresmittelwert im vergangenen Jahr über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, gemessen in der Ruhrstraße.

 

In Städten, die diesen Grenzwert überschreiten, soll die Hardware-Umrüstung von Kommunalfahrzeugen über 3,5 Tonnen, also etwa Müllwagen, von der Bundesregierung zu 80 Prozent gefördert werden. Mit bis zu 80 Prozent gefördert wird die Hardware-Nachrüstung von Handwerker- und Lieferfahrzeugen zwischen 2,8 und 7,5 Tonnen.

 

Ich hoffe, dass die Bundesregierung noch erreicht, dass im Falle der Selbstständigen der Restanteil von der Automobilindustrie getragen wird.

 

Weitere Informationen gibt es beim Bundesumweltministerium. Dort kann auch das "Konzept für saubere Luft" heruntergeladen werden: https://www.bmu.de/meldung/konzept-fuer-saubere-luft-und-die-sicherung-der-individuellen-mobilitaet-in-unseren-staedten/

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