Musterklage gegen VW jetzt möglich

28.11.2018

Getäuschte Dieselkunden, denen eine „Schummelsoftware“ untergejubelt wurde, können ab sofort ihr Recht einklagen. In dem Musterverfahren gegen VW hat das Bundesamt für Justiz nun das Klageregister eröffnet, in das sich die geprellten Autobesitzer kostenlos eintragen können. Anschließen können sich Kunden von VW, Audi, Skoda und Seat.

 

Die geprellten Dieselkunden gehen damit kein Kostenrisiko ein. Kläger sind Verbraucherverbände, in diesem Fall der Bundesverband der Verbraucherzentralen und der ADAC. An diese Klage hängen sich die Verbraucher quasi an. Sollte das Gericht den Dieselkunden Recht geben, müssen sie ihren individuellen Anspruch in einem zweiten Verfahren einklagen. Mit einem positiven Urteil im Rücken ist es sehr wahrscheinlich, dass ein angemessener Vergleich erzielt oder der Schaden ersetzt wird.

 

Die SPD hatte im Sommer den Weg für die Musterklage geebnet. Die beschlossene „Eine-für-alle-Klage“ ermöglicht es Verbraucherinnen und Verbrauchern, sich Musterklagen von Verbänden anzuschließen. Die Bürgerinnen und Bürger sind nicht mehr zahnlos gegen große Unternehmen. Wer Recht hat, soll auch Recht bekommen.

 

In das Register kann man sich bis einen Tag vor Prozessbeginn kostenlos eintragen unter: www.bundesjustizamt.de/klageregister

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