Mindestlohn für Azubis kommt!

Gute Nachrichten für Auszubildende: Der Bund bringt den „Azubi-Mindestlohn“ auf den Weg. Gelten soll er ab 2020.

Damit schaffen wir eine Verdienst-Untergrenze für Lehrlinge – ein Kernanliegen der SPD. Das bedeutet Anerkennung für die jungen Leute. Die Botschaft ist: Das, was du tust, hat seinen Wert.

Die Verdienstsituation für Auszubildende im Ennepe-Ruhr-Kreis ist vergleichsweise gut. Viele Lehrlinge erhalten eine tarifgebundene Ausbildungsvergütung. Allerdings ist die Spreizung sehr groß: In der Floristik zum Beispiel waren es zuletzt im ersten Ausbildungsjahr 574 Euro, in der chemischen Industrie sind es rund 1000 Euro.

Junge Leute dürfen beim Lohn nicht abgehängt werden

Mit dem Azubi-Mindestlohn verhindern wir, dass junge Leute beim Verdienst nach unten abgehängt werden. Denn wo es keinen Tarifvertrag gibt, verdienen sie bislang teilweise 500 Euro und weniger. Das darf nicht sein. Lehrlinge arbeiten hart. Ihr Lebensunterhalt soll in der Ausbildungszeit abgesichert sein.

Der „Azubi-Mindestlohn“ nutze auch den Unternehmen, betont der Bundestagsabgeordnete. „Viele Betriebe suchen händeringend Fachkräfte. Mit der Lohnuntergrenze wird die Ausbildung für junge Leute attraktiver.“

Mindestlohn steigt von Jahr zu Jahr

Den aktuellen Plänen zufolge liegt der Mindestlohn für Auszubildende ab 2020 bei 515 Euro im ersten Lehrjahr, im zweiten bei 608 Euro und im dritten bei 695 Euro. Die Sätze steigen von Jahr zu Jahr weiter deutlich an, 2023 sollen es 837 Euro im dritten Lehrjahr sein. Profitieren könnten von dem Mindestlohn zum Beispiel Lehrlinge im Frisör-Handwerk.

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