Kapschack und Röspel: "Weitere Kinder von griechischen Inseln aufnehmen!"

Gemeinsame Presseerklärung der EN-Bundestagsabgeordneten Ralf Kapschack und René Röspel:

Die Bundestagsabgeordneten im Ennepe-Ruhr-Kreis, Ralf Kapschack (SPD) und René Röspel (SPD), kritisieren die langwierigen und mühsamen Verhandlungen zur Aufnahme von geflüchteten, vorwiegend behandlungsbedürftigen Kindern von den griechischen Inseln.

Die SPD-Bundestagsabgeordneten freuen sich über jedes Kind, das nun endlich so schnell und unbürokratisch wie möglich aus den unsäglichen Zuständen auf den griechischen Inseln gerettet wird: „Dass jetzt die 50 ersten Kinder von insgesamt 350 nach Deutschland kommen sollen, ist gut so und war gerade im Hinblick auf die durch Corona verschärfte Situation lange überfällig.“ Dies könne aber nur ein erster, sehr kleiner Schritt in dieser Frage sein.

CDU und CSU an christliche Werte erinnern

"Bereits der Koalitionsbeschluss vom 8. März 2020, dass insgesamt 1600 Personen auf aufnahmewillige EU-Länder verteilt werden sollen, war nur ein sehr kleiner Tropfen auf einem sehr heißen Stein, gemessen an den gravierenden Zuständen an den EU-Außengrenzen", so René Röspel. Er halte es für unsäglich, dass CDU und CSU in einer so zentral humanitären Frage, nämlich der Aufnahme besonders schutzbedürftiger Kinder in Not, regelmäßig zur Einhaltung christlicher Werte gezwungen werden müssten.

Ralf Kapschack ergänzt: "Die Aufnahme von 50 Kindern kann nur der Anfang sein, die weiteren mindestens 300 Schutzbedürftigen sollten sehr schnell ebenfalls von Deutschland aufgenommen und hier behandelt werden.“

Gemeinsame EU-Flüchtlingspolitik gefordert

Die beiden Bundestagsabgeordneten werben weiter dafür, dass auch andere EN-Städte dem Beispiel vieler Kommunen, so z.B. Wetter, folgen und sich zum „sicheren Hafen“ erklären – also bereit sind, zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen. „Es ginge um einige, wenige Menschen. Gerade im Hinblick auf Corona brauche wir nun mehr statt weniger Solidarität."

Insgesamt acht EU-Staaten hatten sich zu einer Aufnahme bereiterklärt. Deutschland und Luxemburg gehen nun voran, die anderen sind (noch) nicht aktiv. René Röspel und Ralf Kapschack erwarten im Hinblick auf die anstehende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands, dass diese Zeit intensiv dafür genutzt wird, um endlich zu langfristigen Lösungen für eine humane, solidarische und rechtssichere EU-Asylpolitik zu kommen. „Es kann nicht sein, dass immer wieder auf Krisen reagiert wird, statt zu versuchen, diese zu vermeiden.“

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