Arbeitgeberverband lehnt Lieferkettengesetz ab - Kapschack reagiert mit Unverständnis

Der heimische Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack (SPD) reagiert mit Unverständnis auf die Abwehrhaltung der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen gegenüber dem geplanten „Lieferkettengesetz“. Hauptgeschäftsführer Dirk W. Erlhöfer hatte das Vorhaben als „nicht verantwortbar“ für die Wirtschaft kritisiert.

Hierzu erklärt Ralf Kapschack:

„Wenn die Wirtschaft in der Lage ist, die Einhaltung technischer Standards sicherzustellen, muss das auch für Menschenrechte, Arbeits- und Umweltschutz möglich sein. Hier können sich große und mittlere Unternehmen, die ja Geld mit ausländischen Waren verdienen, nicht einfach aus der Verantwortung stehlen. Sie sollten verpflichtet werden, bestimmte Sorgfaltspflichten einhalten. Wer Produkte verkaufen und Geld verdienen will, sollte das weder bewusst noch unbewusst auf Kosten von Menschenrechten, Arbeits- und Umweltschutz tun. So ein Gesetz schützt im Übrigen die ehrlichen Kaufleute vor skrupellosen Geschäftemachern. Bindende Vereinbarungen können hier für Rechtssicherheit sorgen – z.B. in der Textil- oder Chemieindustrie, wo in den Lieferländern bei der Fertigung und Rohstoffgewinnung Arbeits- und Umweltschutz oft nur eine geringe Rolle spielen.“

Das Lieferkettengesetz soll die Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsschutz bei Zulieferern sicherstellen. Ein Vorstoß dazu hatten kürzlich SPD-Sozialminister Hubertus Heil und Entwicklungsminister Gerd Müller vorgestellt.

Weitere Artikel 
Newsletter
Sie finden mich unter
  • Facebook Long Shadow
  • YouTube Long Shadow