Diskussion: Chancen von "Arbeit 4.0" nutzen

Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? Darüber habe ich bei Facebook und bei „Zoom“ diskutiert. Gäste waren Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, der Präsident der IHK Mittleres Ruhrgebiet, Wilfried Neuhaus-Galladé, und Katja Heck, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Hagen. Insgesamt über 100 Interessierte haben – mal kürzer, mal länger – die Veranstaltung verfolgt.


Es war wichtig über das Thema zu diskutieren, denn es betrifft fast alle Menschen, wenn nicht jetzt, dann in Zukunft. Der Wandel der Arbeitswelt ist herausfordernd und wird es bleiben, aber er bietet auch viele Chancen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


Hubertus Heil betonte die Bedeutung von Qualifizierungen angesichts sich schnell wandelnder Anforderungen an Arbeitnehmer, zum Beispiel in der Pflege. Die Pflege gehöre zu den Bereichen, in denen künftig verstärkt Beschäftigte benötigt würden. In anderen Branchen würden Jobs durch technischen Fortschritt wegfallen, an anderer Stelle aber auch neue entstehen – und der Wert von Umschulungen steigen. Der Minister sprach sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. „Arbeit ist mehr ein Geld zu verdienen, nämlich Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“ Auch künftig werde die Arbeit nicht ausgehen, es werde aber andere Arbeit sein.

Katja Heck appellierte an die Unternehmen „jetzt in der Krise ihre Beschäftigten fit zu machen“. Dabei hob sie die Bedeutung der „digitalen Kompetenz“ hervor und warb dafür, Fördermöglichkeiten für Qualifizierungen zu nutzen.

Wilfried Neuhaus Galladé berichtete aus seinem eigenen Unternehmen – dem Wittener Maschinenbauunternehmen J.D. Neuhaus –, dass der Arbeitsplatz 4.0 schon längst angekommen sei, als Beispiel nannte er vernetzte Maschinen. Gerade die „ältere Generation“ müsse man bei diesem Wandel stärker unterstützen. Mit Blick auf junge Menschen betonte der Unternehmer den Wert betrieblicher Ausbildung.

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