Sanierungsfall Hallenbad Herdecke - Bundestag entscheidet über Förderung

Das Hallenbad in Herdecke schlummert in Corona-Zeiten vor sich hin. Ins Becken springen darf derzeit niemand. Aus dem Fokus geraten ist das Bad am Bleichstein deshalb aber nicht – im Gegenteil.


Das Gebäude und Teile der Inneneinrichtung haben mittlerweile 54 Jahre auf dem Buckel. Es herrscht dringender Erneuerungsbedarf. In der nächsten Woche entscheidet sich im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, ob es Fördermittel aus dem Bundestopf geben wird.

Wie nötig eine Sanierung ist, davon haben sich der heimische Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack (SPD) und die Herdecker Landtagsabgeordnete Dr. Nadja Büteführ (SPD) vor Ort im Gespräch mit der Stadtverwaltung informiert. Ihr Fazit: „Eine Förderung wäre bitter nötig.“


Fassade, Dach, Technik - es besteht großer Erneuerungsbedarf


„Natürlich ringen viele Einrichtungen um die Bundesmittel. Ich setze mich dafür ein, dass ein Teil davon nach Herdecke fließt. Wir können die Städte nicht mit ihren Problemen alleine lassen“, betont Kapschack. „Das Bad entspricht nicht mehr aktuellen Standards. Die Außenfassade muss energetisch saniert, das Dach erneuert und die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden, die Toiletten sind nicht barrierefrei.“


Dr. Nadja Büteführ ergänzt mit Blick auf das als Lehrschwimmbad: „Wir wollen die beste Bildung für unsere Kinder, dann müssen wir als Staat auch für gute Gebäude und eine moderne Ausstattung sorgen. Das gilt für die Schulen, das gilt aber auch für Schwimmbäder.“ Die Landtagsabgeordnete macht sich stark dafür, dass möglicherweise auch Mittel aus einem zweiten Programm fließen, dessen Kosten sich Land und Bund teilen.


INFO

2,4 Millionen Euro veranschlagt die Stadt für die Erneuerung des Hallenbads am Bleichstein. Beantragt wurden Mittel aus dem Bund-Länder-Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ und dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.


Der Schwerpunkt des Bundesprogramms liegt bei Sportstätten wie Turnhallen, Schwimmhallen und Freibädern. Der Haushaltsausschuss entscheidet am Mittwoch über eine mögliche Förderung in Höhe von 90 Prozent der Investitionskosten.


Foto (v.l.): Jessica Rausch (Amt für Schulen, Kultur und Sport), Claudia Schulte (Leitung Gebäudemanagement), Ralf Kapschack MdB und Dr. Nadja Büteführ MdL

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