Woche der Ausbildung: Betriebe krempeln die Ärmel hoch

Die Corona-Pandemie trifft auch Ausbildungsbetriebe, Bewerberinnen und Bewerber und Auszubildende hart: Wo Umsätze einbrechen, stehen Ausbildungen oft auf der Kippe. Wie ist die Situation vor Ort im Ennepe-Ruhr-Kreis? In meiner „Woche der Ausbildung“ habe ich Betriebe besucht.


Zu Gast war ich beim Getriebehersteller ZF (Foto unten), dem Großhändler „Trendstar“ (jeweils Witten), dem Reformhaus Stöcker, beim Maschinenbaubetrieb Reuschling (Foto oben) und (digital) beim Architektenbüro Kremer und Winterpacht (jeweils Hattingen). Die Situation ist jeweils sehr unterschiedlich. Die Beispiele sind aber ermutigend: Man krempelt die Ärmel hoch und bildet – so gut es geht – weiter aus, zum Teil sogar mehr als üblich.

Ausbildungssituation hat sich zugespitzt


Insgesamt hat sich die Ausbildungssituation im Ennepe-Ruhr-Kreis in der Pandemie zugespitzt: Deutlich weniger Unternehmen bieten eine Lehre an, viele junge Leute suchen sich eine andere Alternative lässt sich mit Blick auf die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sagen. Besonders im Maschinenbau und der Körperpflege ist die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen pandemiebedingt stark zurückgegangen.


Ich appelliere an Betriebe, die Ausbildungsprämie des Bundes bei Bedarf in Anspruch zu nehmen, und an Schulabgänger, ihre Chance weiter in einer Ausbildung zu suchen. Azubis sind die Fachkräfte von morgen. Sie sichern die Zukunft der Betriebe und stärken ihre eigenen beruflichen Zukunftsaussichten mit einem Abschluss enorm.

Ausbildungsprämie


Die Prämie (Ausbildungsplätze bis 31. Mai) wird Betrieben bis 249 Mitarbeitern gewährt, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind. Wer genauso viele Ausbildungsplätze anbietet wie in den vergangenen Jahren erhält 2000 Euro je Ausbildungsvertrag, 3000 Euro sind es, wenn zusätzliche Stellen angeboten werden. Im EN-Kreis wurden (Stand März) über 80 Anträge bewilligt, 120-mal wurde eine Ausbildungsprämie schon ausgezahlt. Für Ausbildungsplätze ab Juni 2021 erhöht sich die Prämie auf 4000 bzw. 6000 Euro und gilt für Betriebe bis 499 Mitarbeiter.


Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zu erhalten, wenn sich ein Betrieb in Kurzarbeit befindet und trotzdem ausbildet.


Weitere Informationen zu den aktuellen Fördermöglichkeiten gibt es auf www.arbeitsagentur.de

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